Dorffriedhof hinter Wiesen

Objektdaten

Beteiligte

Fritz Ernst Rentsch

Datierung

1915

Geographischer Bezug

Saaletal Darstellung (Ort)

Material / Technik

Bleistift, mit Buntstiften koloriert

Maße

26 x 40,8 (Blattmaß)

Erwerb

Private Schenkung

Inventarnummer

B.2025.7

Standort

Aktuell nicht ausgestellt

Schlagwortkette

Friedhof; Landschaft

Sammlung

Zeichnung, Aquarell und Miniatur

Beschreibung

Die aquarellierte Bleistiftzeichnung ist die früheste einer Gruppe von Landschaftsdarstellungen von Fritz Ernst Rentsch (1867-1946), die zwischen 1915 und 1931 in der Saale-Unstrut-Region entstanden sind. Der an der Dresdner Kunstakademie ausgebildete Rentsch profilierte sich in den Jahren um 1900 als Entwerfer großformatiger Stickereien für repräsentative Raumausstattungen und festliche Anlässe. Sie fanden auf Kunstgewerbeschauen viel Beachtung und gelangten auch in Museumsbesitz; so befand sich in der Sammlung des Grassi-MAK ein von ihm gestalteter Seidenvorhang, der aber zu den Kriegsverlusten zählt. Vom Jugendstil geprägt sind auch Rentschs Wandgemälde etwa in der Deutschen Bücherei und in „Auerbachs Keller“ in der Mädler-Passage. Als Hochschullehrer (bis 1933) und zeitweiliger Leiter einer „Damenschule für kunstgewerbliche Entwürfe und dekoratives Malen“ zählte Rentsch zu den prägenden Leipziger Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts. Seit den 1920er Jahren lebte er vorwiegend in Naumburg und widmete sich mit zusammen mit seinen Schülerinnen und Schülern der Pleinair-Malerei. Die dem GRASSI-MAK übergebenen postimpressionistischen Landschaftsaquarelle stammen aus dem Besitz des Malers Ottomar Krautmann, der nach seinem Studium bei Rentsch mit diesem freundschaftlich verkehrte und (auch mit dessen Frau, der Pianistin Anny Schäfers) gemeinsam musizierte. Die neun Blätter schließen eine Lücke im Bestand des GRASSI-MAK.

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