Ausstattungstextil T 943

Objektdaten

Beteiligte

Benita Koch-Otte Entwurf
Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein Ausführung

Datierung

um 1927 Ausführung

Geographischer Bezug

Halle (Saale) Ausführungsort

Material / Technik

Baumwolle, Kunstseide, Wolle; Doppelgewebe, Leinwand- und Köperbindung

Maße

331 cm (Höhe)
125 cm (Breite)

Erwerb

Erworben von den Werkstätten der Stadt Halle, 1928

Inventarnummer

1928.38

Standort

Sonderausstellung "Formen der Anpassung. Kunsthandwerk und Design im Nationalsozialismus"

Schlagwortkette

Bauhaus; Muster

Sammlung

Europa (Textilien und Mode)

Beschreibung

Dieses Objekt wird in der Ausstellung „Formen der Anpassung. Kunsthandwerk im Nationalsozialismus“ (27.11.25 – 12.04.26) gezeigt.

Das erste Kapitel der Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit vor 1933. Ziel war es, die gestalterische Vielfalt der Weimarer Republik abzubilden und auf gestalterische sowie biografische Kontinuitäten und Diskontinuitäten hinzuweisen.
In den 1920er Jahren wurde Gestaltung zunehmend zum Spielball politischer Agitation: Anhänger der NSDAP sowie Vereine wie der 1928 gegründete „Kampfbund für deutsche Kultur” verbreiteten eine völkisch-nationalistische Ideologie und verteufelten den vorherrschenden Stilpluralismus. Nach 1933 wurden abgelehnte Institutionen gezielt geschlossen, diffamierte Künstlerinnen und Künstler systematisch ausgeschlossen und/oder verfolgt und der Gestaltungsspielraum massiv eingeschränkt. Gleichzeitig gab es Kontinuitäten gestalterischer und personeller Natur.

Geprägt von ihrer Zeit am Bauhaus arbeitete Benita Koch-Otte mit kräftigen Farben und geometrischen Mustern. Durch verschiedene, auch neue Materialien wie Kunstseide, und unterschiedliche Fadenstärken erreichte sie plastische Oberflächenstrukturen.

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