
Faksimile einer 1634 datierten Porträtzeichnung des Willem van der Pluym von Rembrandt
Beteiligte
Cornelis Ploos van Amstel
Rembrandt Harmensz. van Rijn
Datierung
um 1770 - 1790
Geographischer Bezug
Material / Technik
Radierung mit Roulette in Crayonmanier von drei Platten
Maße
45,5 x 34,8 cm (Blattmaß)
37,5 x 27,2 cm (Bildmaß)
Signatur / Marke
Auf dem Verso u. l. radierte Wappenkartusche von Ploos van Amstel
Erwerb
Schenkung von Johannes Tripps, Leipzig, 2025
Inventarnummer
B.2025.651
Standort
Aktuell nicht ausgestellt
Objektsystematik
Schlagwortkette
Porträt
Sammlung
Druckgrafik
Im 18. Jahrhundert erfreuten sich druckgrafische Wiedergaben von Handzeichnungen prominenter Künstler großer Beliebtheit. Die Reproduktionstechniken wurden dabei immer weiter verfeinert, um Feder- und Kreidestriche, aber auch Pinselspuren in ihrer Dynamik und spezifischen Materialität geradezu täuschend nachzuahmen. Solch ein Faksimile stellt diese Farbradierung von Cornelis Ploos van Amstel nach Rembrandt dar. Sie bezieht sich auf eine gut sichtbar signierte und 1634 datierte Porträtzeichnung. Die Rembrandtforschung hat den in Halbfigur hinter einem Bogenfenster Dargestellten mit Willem Jansz. van der Pluym identifiziert. Das mehrfach ausgestellte, inzwischen als eigenhändige Arbeit des Künstlers angesehene Original wurde mit der Feder in Kombination mit Pinsel und roter und schwarzer Kreide auf Pergament gezeichnet und befindet sich heute in einer New Yorker Privatsammlung. Die überaus exakte, mit Radiernadel und Rädchen (Roulette) in Crayon-Manier ausgeführte Reproduktion ist Teil einer Serie von insgesamt 105 Faksimiles, die Christiaan Josi (1768-1828) als Fortsetzung der bereits 1767-87 erschienenen "Ectypa" von Ploos van Amstel herausgab: „Collection d'imitations de dessins d'après les principaux maîtres hollandais et flamands, commencé par Ploos van Amstel, continuée et portée au nombre de cent morceaux”, London 1821. Die Radierung stimmt auch in den Maßen millimetergenau mit ihrem Prototyp überein und erweckt sogar bei naher Betrachtung den Eindruck, selbst eine Zeichnung zu sein.