Teller "mit rotem Löwen"-Dekor
kein Eintrag
Arita, Japan, Edo-Zeit, um 1700
Königliche Porzellan-Manufaktur Meissen
um 1730 Ausführung
Meißen Ausführungsort
Porzellan, polychrom bemalt
4,2 cm (Höhe)
23,1 cm (Durchmesser)
Schwertermarke in Aufglasurblau; eingeritzt Johanneums-Nr. "N = 8-", darunter "w"
Ankauf von Frau Berthold, Dresden, 1898. Ehemals Königliche Porzellansammlung, Bestand des Japanischen Palais, Dresden
1898.167
Aktuell nicht ausgestellt
Kakiemon; Löwe
Europäisches Kunsthandwerk (Mittelalter bis Mitte 19. Jh.)
Gemuldete Schale auf Standring mit brauner Randkante. Im Spiegel "Gelber Löwe" an abgebrochenem blauem Bambusstamm, neben dem ein Zweig mit sternförmigen Blättern entspringt. Rechts davon wachsen Prunuszweige aus einem knorrigen Stamm empor. Durch die Gegenüberstellung der kraftvollen wilden Raubkatze und der zarten feingliedrigen Blüten ergibt sich ein reizvoller Kontrast.
Der "Gelbe Löwe", bei dem es sich eigentlich um einen Tiger handelt, ist der am häufigsten anzutreffende Meissener Kakiemon-Dekor der Zeit um 1730. Weder die japanischen noch die Meissener Maler dürften jemals einen Tiger in natura gesehen haben, der Löwe hingegen war aus der Heraldik wohlbekannt. Das Service mit dem "Gelben Löwen", dessen älteste Stücke vermutlich bereits 1728 entstanden sind, war wohl das erste vielteilige Speiseservice der Meissener Manufaktur.