Made in Denmark

Dänisches Design ist untrennbar mit den großen Designikonen des 20. Jahrhunderts verbunden. Gestalter wie Kaare Klint, Arne Jacobsen und Verner Panton prägten die Produkt- und Wohnkultur ganzer Generationen. Weniger bekannt ist, dass diese Entwicklung auf bedeutenden Vorläufern und gestalterischen Strömungen aufbaute. Insbesondere der Skønvirke, die dänische Ausprägung des Jugendstils, legte eine wesentliche Grundlage für das moderne dänische Design. Herausragende Vertreter wie Thorvald Bindesbøll und Johan Rohde sowie Entwicklungen des Art Déco und Funktionalismus bilden einen bedeutenden Schwerpunkt der Sammlung. Sie vermitteln einen repräsentativen Querschnitt dänischer Gestaltung und machen die Vielfalt dieser Entwicklung auch außerhalb Dänemarks sichtbar.
Silberarbeiten, Keramik und Porzellan spiegeln den Facettenreichtum dänischer Formgestaltung wider. Spätestens nach 1945 etablierte sich „MADE IN DENMARK“ als internationales Markenzeichen – geprägt durch die Verbindung von handwerklicher Qualität, zeitloser Ästhetik und dem Anspruch, Design einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Die Sammlung dänischer Arbeiten entwickelte sich nahezu parallel zur Geschichte des dänischen Designs. Bereits um 1900, als dänisches Porzellan auf der Weltausstellung in Paris internationale Anerkennung erlangte, begann das Museum gezielt dänisches Kunsthandwerk zu sammeln. Weitere bedeutende Erweiterungen folgten in den 1920er und 1930er Jahren durch Erwerbungen im Umfeld der Grassimessen.
Der inzwischen mehr als 800 Objekte umfassende Bestand wurde und wird bis heute durch großzügige Schenkungen erweitert. Dieser außergewöhnliche Zuwachs bildete 2018 den Anlass für die Sonderausstellung „Made in Denmark“.

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